Fachhochschule Deggendorf

Erweiterung der Hochschule für angewandte Wissenschaften

Fachhochschule Deggendorf
Fachhochschule Deggendorf
 Fachhochschule Deggendorf Lüftungszentrale
 Fachhochschule Deggendorf Lüftungszentrale
Fachhochschule Deggendorf Lüftungszentrale
Fachhochschule Deggendorf Lüftungszentrale
Projekt:
Fachhochschule Deggendorf
Auftraggeber:
Staatliches Bauamt Passau
Kunde:
Staatliches Bauamt Passau
Land:
Deutschland
Bearbeitungszeit:
2010 bis 2019

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Deggendorf – wurde von 2010 bis 2014 um vier Gebäude erweitert. Die Studiengänge für Maschinenbau und Mechatronik sowie Elektro- und Medientechnik, die Zentralverwaltung, die Cafeteria, Hörsäle sowie eine Tiefgarage sind hier untergebracht.

2012 erhielt Rücker + Schindele auch den Auftrag für den fünften Erweiterungsbau, das Transferzentrum für Technik und Innovation (TfTI), wo außeruniversitäre Forschungseinrichtungen untergebracht sind.

Bei der Planung stand eine städtebaulich maßvolle Erweiterung des Hochschulcampus und gleichzeitig die landschaftliche Integration in den Grünraum an der Donau im Vordergrund, die durch fünf gestaffelt angeordnete Baukörper auf bandartigen Plateaus erreicht werden sollte. Diese folgen dem ansteigenden Hangverlauf zur Donau und stellen so eine attraktive Orientierung zum Grünraum und zum Fluss her. 

Aus statischen Gründen ist im Hochwasserfall eine Flutung der Tiefgarage notwendig. Diese erfolgt über einen Anschluss an das bestehende Deichsiel und einen Ablauf zur Straßenentwässerung über einen Schacht zwischen Deich und Tiefgarage (Sondermittel des Programms „Zukunft Bayern 2020plus“).

Rücker + Schindele war mit der Planung der Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen, Wärmeversorgungsanlagen, lufttechnischen Anlagen, nutzerspezifischen und verfahrenstechnischen Anlagen sowie der Gebäudeautomation betraut.

Bei den Neubauten wurden insbesondere die Vorgaben zur Wärmeerzeugung mittels regenerativer Energiequellen gemäß dem „Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)“ konsequent umgesetzt. Besondere Planungsschwerpunkte waren die hohen Nutzeranforderungen an Raumklima und -akustik sowie die Nutzung regenerativer Energie und der Einsatz hocheffizienter Systeme. Diese waren unter anderem:

  • Nutzung oberflächennaher Geothermie mittels Energiepfählen und Wärmepumpenanlage zum Heizen und Kühlen
  • Kühlung mittels direkter Nutzung der Soletemperatur aus den Energiepfählen unter Umgehung der Wärmepumpen
  • Nutzung solarer Energie mittels thermischer Solaranlage zum Heizen und Kühlen
  • Nutzung von Umgebungsenergie mittels indirekter Verdunstungskühlung (Adiabate Kühlung)
  • Kühlung mittels passiver Kühlkonvektoren ohne elektrische Antriebsenergie
  • Integration eines Blockheizkraftwerks in die bestehende Heizzentrale
  • Teil- und Vollklimaanlagen mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung (bei einer Außentemperatur von -18 °C beträgt die Austrittstemperatur aus der WRG ca. +12 °C)