Integrierte Leitstelle Mittelfranken Süd

Umbau einer Rettungs- zur Integrierten Leitstelle, Implementierung Digitalfunk und Hardwaretausch

Landkarte Bayern mit Markierung Leitstelle Mittelfranken Süd
Leistelle Mittelfranken Süd
Projekt:
Integrierte Leitstelle Mittelfranken Süd
Auftraggeber:
Integrierte Leitstelle Mittelfranken Süd
Kunde:
Integrierte Leitstelle Mittelfranken Süd
Land:
Deutschland
Bearbeitungszeit:
2008 bis 2017

Projektbeschreibung Planung, Ausschreibung, Objektüberwachung und -betreuung der elektro- und fernmeldetechnischen Anlagen.

Im Zuge der bayernweiten Neuordnung der Rettungsdienste wurde die Notrufannahme unter der zentralen Rufnummer 112 zusammengefasst. Es werden sogenannte „Integrierte Leitstellen“ (ILS) errichtet, die die Alarmierung von Feuerwehr, Rettungsdienst etc. verantworten. Rücker + Schindele hat für das Bayerische Rote Kreuz in den Jahren 2008 bis 2012 die Rettungsleitstelle Schwabach zu einer solchen Integrierten Leitstelle umgebaut.

2012 erhielt Rücker + Schindele auch den Auftrag für die Ertüchtigung der ILS Schwabach für den Anschluss an das BOS-Digitalfunknetz und 2013 für den Austausch der Hardware der ILS. Das Ziel der regelmäßigen Erneuerung der IuK-Technik ist die Gewährleistung der ständigen Einsatzbereitschaft der ILS. Um dies zu erreichen, sind Erneuerungszyklen von 60 Monaten bzw. 120 Monaten vorgesehen.

Folgende Anlagen wurden von Rücker + Schindele verantwortlich betreut:
Leitstellentechnik (ILS-Ausstattung) inkl. Einbindung des übergeordneten Managementsystems (ELDIS III), Elektroinstallation (inkl. USV- und Netzersatzanlage), Sicherheitstechnik, BMZ, Medientechnik (u.a. Videoquadrantenteiler zur Lagedarstellung auf mehreren Monitoren, Beamer, Medienwand, Videorouting), Fernmeldetechnik. Der bestehende Funk- und Antennenmast wurde ertüchtigt und neu bestückt. Raumlufttechnik (redundante Präzisionsklimatisierung Serverräume, Teilklimaanlage Leitstelle, Klimadecken). Kältetechnik (redundante Kälteversorgung und Freikühleinrichtungen); Sanitärinstallation.
Möblierung der Einsatz- und Ausnahmeabfrageplätze (ergonomische 24-h-Stühle). Erweiterung des Kommunikationsservers um Digitalfunk- Anschalteinheiten für die Digitalfunk-Drahtanbindung. Weiterhin erfolgte die Beschaffung und Aufschaltung von Digitalfunkgeräten (FRTs) an den Kommunikationsserver. Außerdem wurde ein autark betriebenes Funkabfragesystem für den Digital- und Analogfunk als zusätzliche Rückfallebene geplant.

Hardwaretausch: 
Austausch sämtlicher IT-Komponenten während des laufenden Betriebs. Dies umfasste Server und PC-Clients des Einsatzleitsystems und des Kommunikationssystems, die aktive Netzwerktechnik sowie die Erweiterung um ein modernes Störmeldesystem. Mit der Ausführung des Hardwaretauschs wird 08/2017 begonnen.

Besonderes Augenmerk erforderten die gewerkeübergreifende Projektorganisation, die Termin- und Kostenkoordination, die Einhaltung von Sicherheitsauflagen gemäß BSI sowie die VPN-Vernetzung zu Vertretungsleitstellen. Eine weitere Besonderheit stellte die Vorbereitung der Versorgungsstruktur Telekom für die Notrufabarbeitung dar. Das Lösungsdesign musste in Abstimmung mit den Fördergebern mit dem Fokus auf Förderbarkeit erfolgen.