Intensivseminar Tunnelleittechnik am 22.11.2018 bei R+S

 

Am Donnerstag, den 22.11.2018 fand das Intensivseminar "Tunnelleittechnik" des Vereins Tunnelportal e.V., bei dem R+S korporatives Mitglied ist, im Tagungs- und Schulungszentrum von R+S statt.

Nach einem kurzen Come-together ab 8.30 Uhr ging es um 9.00 Uhr zur Sache. Der länderübergreifende Teilnehmerkreis (Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Schweiz) und die komplett ausgebuchte Veranstaltung machten das große Interesse am Thema deutlich.

Im ersten Vortrag wurden die grundlegenden Begrifflichkeiten und Definitionen aus der Leit- und Automatisierungstechnik geklärt. Anschließend referierten Gunter Richartz und Sebastian Schröter (beide R+S) über den Einsatz von Systems Engineering bei der erfolgreichen Gestaltung von Leit- und Automatisierungssystemen.
Nach der ersten Pause stand die Leittechnik im Fokus: Herr Holtkamp von der Landeshauptstadt München stellte die Leittechnik-Architektur Tunnelüberwachung der Landeshauptstadt München vor. Im darauf folgenden Vortrag wurde Wesen und Inhalt der neuen EABT 80/100-2018 von Herrn Gerlach (Getrasol) vorgestellt und kritisch beleuchtet. Die EABT erscheint demnächst statt der eigentlich zur Veröffentlichung vorgesehenen RABT 2016, die aus rechtlichen Gründen zurückgezogen wurde.
Nach der Mittagspause konnten dann Tunnelleitsysteme im Live-Modus begutachtet werden. Hierfür griff Herr Berdich (BEC) direkt auf die Schweizer Tunnelkette zwischen Gotthardtunnel und Vierwaldstätter See zu und Herr Ebhardt (GBI) stellte die Einheitliche Bedienoberfläche (EBO) der Autobahndirektion Südbayern in Echtzeit vor.
Nach kurzer Pause brachte Herr Mysliwiec (MySafeAutomation) Fakten zur Abgrenzung von Redundanz und Safety.
Im letzten Vortrag stellte Frau Maneth (Lutz Abel Rechtsanwälte) unmissverständlich dar, wem die Software wirklich gehört.
Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion zur Zukunft des digitalen Tunnels im Fokus von BIM, IoT, digitalem Zwilling und Predictive Maintenance.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion und auch während der ganzen Veranstaltung haben sich die Teilnehmer intensiv eingebracht. Am Ende der Zeit ist noch viel Diskussionsbedarf übrig geblieben – Fortsetzung folgt.
Durchgängig war das Feedback zur Location, zum Service und zu den Inhalten der Veranstaltung äußerst positiv.

Bildnachweis