Highlights zu 25 Jahren Rücker + Schindele im August (2011 bis 2015)

Blick zurück nach vorn

Augsburg Hauptbahnhof
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt – Robotik- und Mechatronikzentrum Oberpfaffenhofen
Strafjustizzentrum Nürnberg
15 Jahre
Fachhochschule Deggendorf
ILS Pforzheim innen
Cockpit Automobil E-Mobility

Schwerpunkte
Im Jahr 2011 wandeln wir uns, angepasst an die Unternehmensgröße in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) um, im Jahr 2012 übernehmen dann zusätzlich zu den bisherigen Geschäftsführern Günter Rücker und Thomas Schindele auch Ingo Treue und Ulrich Walbert Verantwortung als Geschäftsführer. Im Jahr 2011 bezieht unser Berliner Büro neue, repräsentative Räumlichkeiten und feiert dies mit einem Tag der offenen Tür – zugleich sind wir damals schon 10 Jahre in Berlin. Rücker + Schindele wächst beständig, im Jahr 2015 erreichen wir die 100-Mitarbeiter-Marke und sind damit im Markt der Ingenieurbüros endgültig als „big player“ etabliert.

Um eine adäquate Umgebung für Tagungen, Workshops und Schulungen zu schaffen, haben wir 2015 unser Tagungs- und Schulungszentrum mit Blick über München eröffnet. Seitdem sind wir in der Lage auch größere Veranstaltungen und v.a. Schulungen und Workshops in unseren eigenen Räumlichkeiten durchzuführen.

Im Geschäftsbereich Verkehr freuen wir uns 2013 über den Auftragseingang für die Planung der Nachrüstung der Tunnel in Deggendorf und Regen. Außerdem können wir mit dem Planungsauftrag für die Mobilitätsdrehscheibe am Hauptbahnhof Augsburg ein Meilenstein-Projekt im ÖPNV gewinnen, das unsere Kompetenz im Geltungsbereich der BoStrab und auch der RiL weiter vertieft und den Weg bereitet für die Planung von großen U-Bahn-Projekten.

Im Geschäftsbereich Gebäude planen wir das Robotik- und Mechatronik Zentrum für die DLR in Oberpfaffenhofen, unser erstes Projekt mit einem Eisspeicher als Wärme- und Kältequelle sowie mit einem umfangreichen Kaltwassernetz für die Versorgung des Robotik-Labors. In Nürnberg beginnt das Projekt Strafjustizzentrum, ein Neubau im Passivhausstandard mit Ersatz des historischen Gerichtssaals 600, der zukünftig ausschließlich musealen Zwecken dienen soll. Weitere Projekte sind die Sanierung des Verwaltungsbaus der Deutschen Bundesbank in München sowie der Neubau der FH Deggendorf mit innovativen Energiepfählen zur Nutzung der oberflächennahen Geothermie. Darüber hinaus kann sich insbesondere der Standort Rosenheim bei der Planung von Kliniken etablieren, u.a. in Traunstein, Agatharied, Lech-Mangfall.

Der Geschäftsbereich Informations- und Kommunikationstechnik verstärkt seine Aktivitäten im Bereich der Planung von Integrierten Leitstellen und auch in der Planung von Funkanlagen an Autobahnen.

Der Geschäftsbereich Unternehmensberatung kann langfristige Rahmenverträge im Coaching mit großen OEM abschließen und ist erfolgreich im Bereich Systems Engineering für weitere OEM und Tier1-Supplier tätig. Im Jahr 2014 wird Rücker + Schindele Platin-Sponsor für den Tag des Systems Engineering in Bremen.

Projekte

Einhausung Deggendorf und Riedbergtunnel Regen
Die Einhausungen in Deggendorf (315 m Süd, 480 m Nord) und der Riedbergtunnel (810 m) in Regen wurden komplett saniert und umfangreiche Betriebs- und Sicherheitstechnik auf Grundlage der RABT 2006 nachgerüstet. Beim Riedbergtunnel in Regen wurde außerdem in der Tunnelmitte ein Rettungsstollen ergänzt. Für beide Standorte waren entsprechende Umleitungsstrecken erforderlich. In Regen mit Vollsperrung des einröhrigen Tunnels, in Deggendorf konnte die baulich getrennten Richtungsfahrbahnen genutzt werden. Planungsbeginn war im Jahr 2013, die Wiederinbetriebnahme erfolgte im Jahr 2016.

Mobilitätsdrehscheibe Augsburg Hauptbahnhof
Das Projekt Mobilitätsdrehscheibe Augsburg Hauptbahnhof ist ein Gemeinschaftsbauvorhaben der Stadtwerke Augsburg, der Stadt Augsburg und der DB Station&Service AG. Es handelt sich um eine Unterquerung des Augsburger Hauptbahnhofes mit einem ca. 405 m langen Straßenbahntunnel. Das Stationsbauwerk besteht aus einer unterirdischen Straßenbahnhaltestelle (Ebene -2), einer Verteilerebene DB (Ebene -1) und einer DB-Bahnsteigebene (Ebene 0) und ermöglicht eine direkte und barrierefreie Verknüpfung zwischen dem schienengebundenen innerstädtischen ÖPNV und dem Schienenpersonenfern- und -nahverkehr. Die westlichen Stadtteile werden durch einen Fußgängertunnel mit dem Stationsbauwerk verbunden.
Das Projekt ist in mehrere Bauabschnitte und sieben Bauteile gegliedert. Die Maßnahmen erstrecken sich über den öffentlichen Straßenraum und verlaufen auch im Eisenbahnkreuzungsbereich.
Rücker + Schindele war verantwortlich für die Planung und Ausschreibung der Technischen Ausrüstung im Straßenbahntunnel (Ebene -2, Tunnel West inkl. Wendeschleife, Stationsbauwerk, Abzweigbauwerk, Tunnel Ost inkl. Zufahrtsrampe), in der Verteilerebene DB (Ebene -1), in der Technikspange SWA/DB (Ebene -1) sowie für den Vorplatz West. Die Planung erfolgte jeweils nach BoStrab (Straßenbahn), bzw. nach RiL (DB)

DLR Robotik und Mechatronik Zentrum
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat am Forschungscampus Oberpfaffenhofen ein hochmodernes Zentrum für Robotik und Mechatronik errichtet. Der Neubau ist ein Labor- und Bürogebäude mit Technikgeschoss (UG), Laborgeschoss (EG) und zwei Bürogeschossen (OG 1 und OG 2).
Die Aufgabe der Errichtung eines nachhaltigen Gebäudes mit minimalen Betriebskosten bei maximalem Nutzen für hochkomplexe und anspruchsvolle Forschungsaufgaben wurde mit innovativer Technik gelöst: Die Außenluft-Vorheizung erfolgt bei den lufttechnischen Anlagen über einen großen, begehbaren Luft-Erdwärmetauscher. Die Wärme- und Kälteversorgung erfolgt dem Bedarf entsprechend durch mehrere zentrale Komponenten. In einem eigenen 500 m³ großen Latentwärmespeicher („Eisspeicher“) wird Abwärme aus Prozessen, EDV und mechanischer Kälteerzeugung gespeichert und schließlich über Wärmepumpen zur Beheizung nutzbar gemacht. Durch die Möglichkeit der Vereisung des Pufferinhalts und die damit verbundene Speicherung der Wärmemenge des Phasenübergangs lässt sich auch Kühlenergie speichern und direkt für die Gebäudekühlung nutzen.
Für dieses Projekt wurde ein ZBau-Verfahren durchgeführt. Anfang 2018 verlieh Dietmar Horn, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), anlässlich des DLR-Neujahrsempfangs 2018 das silberne Gütesiegel nach dem Bewertungssystem „Nachhaltiges Bauen" (BNB) des BMUB.

Strafjustizzentrum Nürnberg
Das Staatliche Bauamt Nürnberg-Erlangen betreut als Vertreter des Freistaates Bayern das bestehende Justizgebäude in Nürnberg. Nach sechs Jahren Planungs- und Ausführungszeit war es Ende Februar 2020 so weit: Das neue Strafjustizzentrum Nürnberg wurde in Betrieb genommen.
Der Neubau wurde im Passivhausstandard errichtet und ist ein Erweiterungsbau des größten und unter Denkmalschutz stehenden Justizgebäudes Bayerns. Hier fanden ab 1945 die Nürnberger Prozesse im historischen Schwurgerichtssaal 600 statt. Dieser wird zukünftig ausschließlich museal als zusätzlicher Bereich für das „Memorium Nürnberger Prozesse“ und die „Akademie Nürnberger Prinzipien“ zur öffentlichen Besichtigung genutzt. Bisher fanden in diesem Saal auch reguläre Gerichtsprozesse statt.
Der neue Erweiterungsbau stellt ein modernes Strafjustizzentrum mit Sitzungssälen und Büros, Vorführbereich mit Hafträumen, Wachtmeisterei und neuem Hauptzugang zur Verfügung. Neben der sicherheitstechnischen Ausstattung hat das energetische Konzept bei diesem Neubau eine zentrale Bedeutung. Rücker + Schindele war mit den Anlagengruppen 1 bis 8 und den Leistungsphasen 2 bis 8 beauftragt.

Neubau FH Deggendorf
Die Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Deggendorf – wurde von 2010 bis 2014 um vier Gebäude erweitert. Die Studiengänge für Maschinenbau und Mechatronik sowie Elektro- und Medientechnik, die Zentralverwaltung, die Cafeteria, Hörsäle sowie eine Tiefgarage sind hier untergebracht.
2012 erhielt Rücker + Schindele auch den Auftrag für den fünften Erweiterungsbau, das Transferzentrum für Technik und Innovation (TfTI), wo außeruniversitäre Forschungseinrichtungen untergebracht sind.
Bei der Planung stand eine städtebaulich maßvolle Erweiterung des Hochschulcampus und gleichzeitig die landschaftliche Integration in den Grünraum an der Donau im Vordergrund, die durch fünf gestaffelt angeordnete Baukörper auf bandartigen Plateaus erreicht werden sollte. Diese folgen dem ansteigenden Hangverlauf zur Donau und stellen so eine attraktive Orientierung zum Grünraum und zum Fluss her.
Rücker + Schindele war mit der Planung der Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen, Wärmeversorgungsanlagen, lufttechnischen Anlagen, nutzerspezifischen und verfahrenstechnischen Anlagen sowie der Gebäudeautomation betraut.
Bei den Neubauten wurden insbesondere die Vorgaben zur Wärmeerzeugung mittels regenerativer Energiequellen gemäß dem „Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)“ konsequent umgesetzt. Besondere Planungsschwerpunkte waren die hohen Nutzeranforderungen an Raumklima und -akustik sowie die Nutzung regenerativer Energie und der Einsatz hocheffizienter Systeme. 

Neubau Integrierte Leitstelle Pforzheim-Enzkreis
Die Stadt Pforzheim, das Deutsche Rote Kreuz – Kreisverband Pforzheim-Enzkreis e.V. sowie der Enzkreis haben den Neubau der Integrierten Leitstelle Pforzheim realisiert. Diese ist eine zentrale Anlaufstelle für Notfälle und Rettungsdienste in der Stadt Pforzheim mit 128.000 Einwohnern sowie im Enzkreis, der 28 Gemeinden mit insgesamt 200.000 Einwohnern umfasst. Der Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle erstreckt sich über eine Fläche von 672 km², wobei Pforzheim selbst eine Fläche von 98 km² einnimmt.
Durch die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden und Organisationen, wie der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und der Polizei, ermöglicht die Integrierte Leitstelle eine ganzheitliche und reaktionsschnelle Notfallversorgung. Dabei kommen modernste Technologien und Kommunikationssysteme zum Einsatz, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen und im Notfall schnell Hilfe zu leisten.
Die Integrierte Leitstelle Pforzheim-Enzkreis verfügt über ca. 700 m² Nutzfläche. Sie umfasst u.a. einen Leitstellenbetriebsraum für 8 Einsatzleitplätze, einen Raum für weitere Notrufabfrageplätze bei Großschadens- und Flächenlagen, einen Besprechungsraum sowie ergänzende Verwaltungs- und Nebenräume. Darüber hinaus gehören noch Arbeitsplätze an 2 abgesetzten Standorten dazu.
Rücker + Schindele wurde für die Leistungsphasen 1 – 9 beauftragt und hat hierbei die umfangreiche IT-Ausstattung für die Informations- und Kommunikationstechnik der Notrufabfragestelle geplant.

Prozessorientierung E-Mobility
Im gegenwärtigen Wettbewerbsumfeld und nicht zuletzt in der Entwicklung neuer Technologien wie der E-Mobility stellen Wirtschaftlichkeit, Reaktionsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit essenzielle Anforderungen an Unternehmen, welche ohne reife, aufeinander abgestimmte und gelebte Prozesse nicht erfüllt werden können.
Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, setzt unser Kunde seit vielen Jahren auf die Prozessorientierung, um seine Abläufe schneller, einfacher und weniger komplex zu gestalten und so letztendlich seine Wettbewerbsfähigkeit und Kundenorientierung zu stärken. Der Ansatz wird durch eine Initiative zur kontinuierlichen Prozessverbesserung unterstützt, in der beispielsweise auch die Mitarbeiter proaktiv an der Prozessverbesserung mitwirken und Verbesserungsvorschläge einreichen können.
Das Leistungsspektrum von Rücker + Schindele in diesem Projekt umfasst:

  • State-of-the-Art-Prozessentwicklung in den Bereichen Systementwicklung E-Antriebe, Funktions- und Softwareentwicklung, Integration und Test & Absicherung
  • Konzeption, Aufbau und Pflege der Prozessplattform
  • Entwicklung und Optimierung von prozessunterstützenden Methoden und Hilfsmitteln (Prozesse – Methoden – Tools)
  • Prozess-Rollout inkl. Coaching und Training der Prozessanwender
  • Beratung und Unterstützung in der Zertifizierung nach ISO 9001 und IATF 16949
  • Koordination des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses

Standorte
Mit einem Tag der offenen Tür und verschiedenen Themenvorträgen aus den Geschäftsbereichen wurde in Berlin im Jahr 2011 der Umzug in die neuen, repräsentativen Räumlichkeiten und das 10-jährige Berlin-Jubiläum gefeiert. Bei der anschließenden Party mit unseren Gästen klang der Abend mit guter Stimmung und interessanten Gesprächen aus. In München wurden 2015 unser hochwertiges Tagungs- und Schulungszentrum mit einem Technikforum Spezial zu 15 Jahren Rücker + Schindele eingeweiht.

Menschen
Rücker + Schindele hatte im Jahr 2015 über 100 Mitarbeiter:innen. Unter anderem sind in den Jahren von 2011 bis 2015 zu Rücker + Schindele gestoßen: Carolin, Jörg, Thomas, Martin, Pietro, Daniel, Marissa, Andreas, Günter, Stephanie, Michael, Nicole, Maximilian, Martin und Paul. Wir freuen uns sehr, dass ihr noch immer Teil des Teams seid und Schindele aktiv mitgestaltet.

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