Auftragseingang – LMU

Nutzersteuerung beim geplanten Zentrum für Geowissenschaften

Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) baut im Herzen von München in der Schillerstraße für 140 Millionen Euro ein neues Zentrum für die Geo- und Umweltwissenschaften sowie die Staatssammlungen. Die Fertigstellung ist für 2025 geplant. Die bisher über mehrere Gebäude verteilten Geologen und Paläontologen, Geophysiker, Mineralogen oder auch Kristallkundler sollen dann zukünftig interdisziplinär in einem Gebäude in engem Austausch arbeiten und forschen können. Ergänzt werden soll dies durch ein publikumswirksames Forum mit Dauer- und Sonderausstellungen, Workshops, Vorträgen und vielen weiteren lnteraktionsangeboten für Jung und Alt.

Rücker + Schindele wurde hierbei mit der Nutzer- und Betreiberprojektsteuerung beauftragt, mit dem Ziel einer moderierten Entscheidungsfindung zur Definition sämtlicher Anforderungen der Geowissenschaften.

Der Leistungsumfang beinhaltet konkret folgende Ergebnisse:

  • Definition, Optimierung und Dokumentation der Einzelprozesse des betrieblichen Ablaufs für die entsprechenden Abteilungen mit dem Schwerpunkt „Labore und Werkstätten“ als belastbare Grundlage für die anschließende Gebäudeplanung
  • Strukturierung und Dokumentation der Kommunikationsbeziehungen und Arbeitsprozesse der einzelnen Lehrstühle und Cores
  • Unterstützung der Wissenschaftler (Nutzer) bei der Beschreibung der Betriebsabläufe und Funktionen bis hin zur Definition aller notwendigen Anforderungen (inkl. baurelevanter Geräte- und Gefahrstofflisten) in einem Raumbuch. Dieses Raumbuch wird Planungsgrundlage für die Gebäudeplaner
  • Konsolidierung und Schnittstellenmanagement
  • Dokumentation und Berichtswesen

Wir freuen uns sehr über die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit mit der Münchner Hochschullandschaft in Bezug auf die anwenderorientierte Gestaltung ihrer Infrastrukturprojekte, wie bereits im Projekt für das Zentrum für fortgeschrittene Laserexperimente in Garching (CALA).
Außerdem besteht in diesem Projekt die Chance, unsere methodischen Kompetenzen des Systems Engineering noch enger mit unserem Know-how in der Technischen Gebäudeausstattung zu verschmelzen.

Umgesetzt werden soll das neue LMU-Forum voraussichtlich nach den Plänen des Architekten Ulrich Renger. Sein Plan sieht ein leicht geschwungenes Gebäude mit fünf oberirdischen Stockwerken, etwa 18.000 Quadratmetern Nutzfläche und einer Fassade aus Beton, Stahl, Aluminium und Glas vor. Seine Idee ist es, sowohl den Besuchern einen offenen Einblick zu gewähren, als auch gleichzeitig den Wissenschaftlern ein ungestörtes Arbeiten zu ermöglichen. Daher sind drei Zonen angedacht: zum öffentlichen Raum hin die Ausstellungflächen, die Cafeteria und die Bibliothek. Daran anschließend die Bürozone und dahinter die wissenschaftlichen Labore für Forschung und Lehre.

Auftraggeber: LMU Referat IV
Projektlaufzeit: von 07/2018 bis vsl. 09/2020

Presse: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/universitaet-das-neue-reich-der-steine-1.4057089