Tunnel Wiener Platz in Dresden

Erneuerung und Erweiterung der Technischen Ausrüstung

Tunnel Wiener Platz
Tunnel Wiener Platz
Tunnel Wiener Platz
Tunnel Wiener Platz
Projekt:
Tunnel Wiener Platz in Dresden
Auftraggeber:
Landeshauptstadt Dresden, Straßen- und Tiefbauamt (STA), Abteilung Brücken- und Ingenieurbauwerke
Kunde:
Landeshauptstadt Dresden, Straßen- und Tiefbauamt (STA), Abteilung Brücken- und Ingenieurbauwerke
Land:
Deutschland
Bearbeitungszeit:
Von 02/2024 bis vsl. 04/2028

Der Tunnel Wiener Platz befindet sich unterhalb des Wiener Platzes im Zentrum der Stadt Dresden. Er wurde 2000 eröffnet. Die Technische Ausrüstung musste nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 bereits im Jahre 2003 einmal komplett erneuert werden. Der Tunnel wurde 2003 eröffnet und liegt nördlich des Hauptbahnhofs, dessen Vorplatz er unterquert. Er bildet einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Dresdener Straßennetz. Der zweiröhrige Tunnel mit der größten Teillänge von 479 m wird auf zwei Fahrstreifen im Richtungsverkehr befahren. Die Nordröhre verfügt über eine weitere Röhre (Nordumfahrung) als Bypass. Zusätzlich befinden sich in den Röhren Zu- und Abfahrten zu Parkhäusern. Die Planung sieht vor, dass die Nordröhre am Ostportal um 55 m verlängert werden kann. Die Längsneigung der Fahrbahn beträgt 0,5 %. Die Längsneigung des zu verlängernden Tunnelabschnitts beträgt 7 %.

Rücker + Schindele wurde mit der Generalplanung für die Erneuerung sowie die Neuplanung der Technischen Ausrüstung im Haupttunnel und in der Nordumfahrung beauftragt – die Planungsleistungen sind in drei Stufen für die Leistungsphasen 1 bis 3, 4 bis 6 und 7 bis 8 zu erbringen. Die Nutzungsdauer der im Bestand vorhandenen technischen Tunnelausrüstung ist abgelaufen. Die Nachrüstung gemäß EABT 80/100 und RE-ING ist daher überfällig und die komplette Technische Ausrüstung muss erneuert werden.

Rücker + Schindele erstellt zunächst ein Nutzungskonzept für die Bestandsanlagen, welches folgende Punkte beinhaltet: 

  • Festlegung der weiter nutzbaren Komponenten/Ausrüstungsgegenstände
  • Bewertung der erforderlichen Maßnahmen für Straßenbauarbeiten (bituminöse Deckschicht, Entwässerung) und der Schnittstelle für die Erweiterung der verkehrstechnischen Anlagen
  • Bewertung der erforderlichen Maßnahmen zur Erneuerung der Lärmdämmelemente
  • Bewertung der erforderlichen baulichen Instandsetzungsarbeiten des Betriebsgebäudes
  • Konzept für die bauzeitliche Erschließung der unterirdischen Anlieger auf Basis der vorliegenden Verkehrsplanung
  • Konzept für Rückbau und Entsorgung

Planung der Technischen Ausrüstung für folgende Anlagen in den Leistungsphasen 1 bis 8:

  • Verkehrstechnische Ausstattung: Leittechnik, Verkehrszeichen (Wechselverkehrszeichen und Signalgeber), Schrankenanlage, Tunnelverkehrsrechner / Hochverfügbare Steuerung inkl. Anbindung an städtische Verkehrsleittechnik, Verkehrssteuerung einschließlich Spursignalisierung
  • Öffentliche Beleuchtung der Verkehrsanlagen
  • Beleuchtungsanlagen, Durchfahrtsbeleuchtung einschließlich Beleuchtungssteuerung, Adaptationsbeleuchtung, Gegenadaptationsbeleuchtung
  • Optische Leiteinrichtung, Notbeleuchtung, Beleuchtung Notausgänge, Spursignalisierung, Sperrsignale, Wechselverkehrszeichen/Wechsellichtzeichen
  • Lüftungsanlagen einschließlich Entrauchung und Lüftungsanlagen inkl. Störungsüberwachung
  • Brandmeldeanlage für das Betriebsgebäude und die Tunnelröhre, Notrufsäulen, Erneuerung linienförmiges Wärmemeldesystem und Erneuerung Sichttrübe-Überwachung
  • Löschwasseranlagen mit einer Neuerrichtung der Löschwasserleitungen und -entnahmestellen
  • Videoüberwachung
  • Lautsprecheranlage
  • Digitale Funkanlage für BOS und Betriebsfunk sowie Einbindung Mobilfunk gemäß den lokalen Anforderungen, Einbindung Verkehrsfunk für Fahrzeugführer (UKW, DAB+)
  • Einspeisekonzept für Energieversorgung, Bestandskompensation/ Netzqualität, USV-Anlage inkl. Akkumulatoren, Blitz- und Überspannungsschutz
  • Energieversorgung: Einbindung PV-Anlage am Westportal, Ostportal und Betriebsgebäude
  • Betriebstechnik für Klima-, Lüftungs-, Sanitär- und Entrauchungstechnik im Betriebsgebäude, Einbruchs- und Sabotagemeldeanlagen
  • Zentrale Leittechnik für Erstellung Visualisierungs- und Bedienoberfläche für Betriebsstellen Warte Betriebsgebäude, Verkehrsleitzentrale Landeshauptstadt Dresden, Tunnelzentrale Landeshauptstadt Dresden
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