Integrierte Leitstelle Schweinfurt

Umbau einer Rettungs- zur Integrierten Leitstelle, Implementierung Digitalfunk und Hardwaretausch

Landkarte Bayern mit Markierung Leitstelle Schweinfurt
Leitstelle Schweinfurt Innenanlagen
Projekt:
Integrierte Leitstelle Schweinfurt
Auftraggeber:
Bayerisches Rotes Kreuz, Landesgeschäftsstelle
Kunde:
Bayerisches Rotes Kreuz, Landesgeschäftsstelle
Land:
Deutschland
Bearbeitungszeit:
2009 bis vsl. 2019

Planung, Ausschreibung, Objektüberwachung und -betreuung der elektro- und fernmeldetechnischen Anlagen

Im Zuge der bayernweiten Neuordnung der Rettungsdienste wurde die Notrufannahme unter der zentralen Rufnummer 112 zusammengefasst. Es werden sogenannte „Integrierte Leitstellen“ (ILS) errichtet, die die Alarmierung von Feuerwehr, Rettungsdienst etc. verantworten. Das Bayerische Rote Kreuz hat in den Jahren 2009 bis 2012 die Rettungsleitstelle Schweinfurt zu einer solchen Integrierten Leitstelle umgebaut und Rücker + Schindele mit der Leitstellentechnik und der gesamten TGA betraut.
2013 erhielt Rücker + Schindele auch den Auftrag für die Ertüchtigung der ILS Schweinfurt für den Anschluss an das BOS-Digitalfunknetz und in einer weiteren Maßnahme für den Austausch der Hardware der ILS. Das Ziel der regelmäßigen Erneuerung der IuK-Technik ist die Gewährleistung der ständigen Einsatzbereitschaft der ILS. Um dies zu erreichen, sind Erneuerungszyklen von 60 Monaten bzw. 120 Monaten vorgesehen.

Folgende Anlagen wurden von Rücker + Schindele verantwortlich betreut:
Leitstellentechnik inkl. Einbindung des übergeordneten Managementsystems (ELDIS III); Schnittstellenanbindung an Bestandsgebäude; Elektroinstallation (inkl. USV- und Netzersatzanlage), Sicherheitstechnik, ELA-Anlage, BMZ, Medientechnik (u.a. Videoquadrantenteiler zur Lagedarstellung auf mehreren Monitoren, Beamer, Videorouting), Fernmeldetechnik. Antennenmast und Funk-Antennensystem.
Raumlufttechnik (redundante Präzisionsklimatisierung Serverräume, Teilklimaanlage Leitstelle, Klimadecken). Kältetechnik (redundante Kälteversorgung und Freikühleinrichtungen), Sanitärinstallation. Möblierung der Einsatz- und Ausnahmeabfrageplätze (ergonomische 24-h-Stühle).
Erweiterung des Kommunikationsservers um Digitalfunk-Anschalteinheiten für die Digitalfunk-Drahtanbindung. Weiterhin erfolgte die Beschaffung und Aufschaltung von Digitalfunkgeräten (FRTs) an den Kommunikationsserver. Außerdem wurde ein autark betriebenes Funkabfragesystem für den Digital- und Analogfunk als zusätzliche Rückfallebene geplant.
Hardwaretausch: Austausch sämtlicher IT-Komponenten während des laufenden Betriebs. Dies umfasste Server und PC-Clients des Einsatzleitsystems und des Kommunikationssystems, die aktive Netzwerktechnik sowie die Erweiterung um ein modernes Störmeldesystem.

Besonderes Augenmerk erforderten die gewerkeübergreifende Projektorganisation, die Termin- und Kostenkoordination, die Einhaltung von Sicherheitsauflagen gemäß BSI sowie die VPN-Vernetzung zu Vertretungsleitstellen. Eine weitere Besonderheit stellte die Vorbereitung der Versorgungsstruktur Telekom für die Notrufabarbeitung dar. Das Lösungsdesign musste in Abstimmung mit den Fördergebern mit dem Fokus auf Förderbarkeit erfolgen.